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Lilienstein bei Königsstein

Heute wollen wir den Tafelberg erkunden. In Rathen setzen wir über die Elbe und fahren anschließend mit der S1 nach Königstein – mit der Gästekarte sogar kostenlos.

Zum Glück müssen wir nicht von Oberrathen zur Bastei. An der Fähre hat sich nämlich schon eine lange Schlange gebildet. In Königstein steigen wir am Bahnhof aus und machen uns auf die Suche nach dem Fähranleger. Wir laufen einfach den anderen Wanderern hinterher – und siehe da, so finden wir ihn tatsächlich.

Eine kurze Fährfahrt später kann unsere Wanderung beginnen.

Ich habe mich für den alten Weg entschieden, der zu Ehren von Kaiser Wilhelm angelegt wurde. Der Weg wird heute kaum begangen und so sind wir zunächst alleine unterwegs.

Natürlich wartet auch diesmal eine Stiegenanlage auf uns. Sie ist gut gesichert und bringt uns hinauf zum Hochplateau.

Wer spektakuläre Aussichten genießen möchte, muss hier allerdings ein bisschen Mut beweisen: Es geht an Abgründen vorbei, über kleine Brücken und immer wieder an Stellen, an denen man besser nicht nach unten schaut.

Dann liegt die Elbe tief unter uns und vor uns breitet sich ein grandioses Panorama aus.

Der Nervenkitzel hat sich definitiv gelohnt! Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen stolz auf mich. Mein Höhenangst-Training scheint Wirkung zu zeigen. 😊

Weiter geht es zum nächsten Aussichtspunkt, dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Von hier genießen wir den weiten Blick über die Landschaft. Ein wunderschöner Platz, um kurz innezuhalten und die Aussicht auf sich wirken zu lassen.

Danach heißt es allerdings wieder: Stufen, Stufen und noch mehr Stufen – diesmal abwärts.

Durch den sommerlichen Wald und vorbei an goldgelben Feldern führt uns der Weg weiter in Richtung Elbe.

Unterwegs kommen wir an einer Gedenkstätte aus der Zeit des Nationalsozialismus vorbei. Die Informationstafeln machen mich sehr nachdenklich. Es ist erschütternd, was Menschen damals erleiden mussten. Gerade solche Orte erinnern uns daran, wie wichtig Frieden und Freiheit sind. Wir können dankbar sein, in einer Zeit zu leben, in der wir diese Dinge als selbstverständlich erleben dürfen.

Schließlich erreichen wir die Elbe. Bis Rathen ist es jetzt nicht mehr weit.

Schon von Weitem sehen wir: An der Fähre ist richtig was los! Eine lange Schlange hat sich gebildet. Auf die Fähre passen immerhin 330 Personen – und gefühlt sind heute mindestens genauso viele unterwegs.

Doch die Schlange wird nicht kürzer. Im Gegenteil: Sie wird immer länger.

Da bekommen wir einen ziemlich guten Eindruck davon, wie gut besucht die Bastei heute ist. 😳

Für uns ist damit klar: Die Wanderung war genau die richtige Entscheidung. In Ruhe konnten wir die beeindruckende Landschaft genießen – und ich habe ganz nebenbei auch noch ein kleines Stück Höhenangst besiegt.

7,1 km, 440 HM, 3,5 h mit Stops

Liebe Grüße und ganz viel Spirit beim Wandern und Entdecken! Sabine und Ralf.

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