
Ein kleiner Umweg zu Beginn
Für unsere Wanderung geben wir den Startpunkt bei Google Maps ein. Leider landen wir nicht am richtigen Ausgangspunkt. Zum Glück hilft uns ein Einheimischer weiter und zeigt uns den richtigen Zugang.
Zunächst folgen wir dem RP 9.1 bis zum RP 9.0. Dadurch verlängert sich unsere Wanderung um jeweils zwei Kilometer für Hin- und Rückweg. Doch das nehmen wir gelassen. Die ersten zwei Kilometer sind ruhig und romantisch. Wir genießen die friedliche Atmosphäre und freuen uns auf die bevorstehende Tour.


Das ändert sich allerdings, als wir den eigentlichen Einstieg zur Wanderung erreichen. Der Parkplatz ist voll und entsprechend viel Trubel herrscht am Eingang. Unsere Tickets werden kontrolliert, bevor wir uns endlich auf den Weg machen können.
Mein Tipp: Informiert euch vorab genau über den richtigen Startpunkt und bucht euer Permit rechtzeitig über das Portal des IFCN beziehungsweise SIMplifica. Gerade bei beliebten Wanderwegen auf Madeira empfiehlt es sich, die Reservierung frühzeitig vorzunehmen.
Entlang der Levada durch eine grüne Märchenlandschaft


Der Wanderweg führt uns immer entlang der Levada. An kritischen Stellen ist der schmale Pfad mit Seilgeländern gesichert, sodass wir uns dort gut festhalten können.
Wir kommen an einer beeindruckenden Felswand vorbei, die vollständig mit Moosen und Farnen bewachsen ist. Überall tropft Wasser von den Felsen, während die Levada gemächlich neben uns dahinfließt. Die üppige Vegetation lässt die Landschaft beinahe märchenhaft wirken.


Im schmalen Wasserkanal entdecken wir sogar Forellen. Da fragen wir uns natürlich: Wie sind die Fische eigentlich hierhergekommen?


Der Weg schlängelt sich direkt am Fels entlang und gibt immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die tiefen Täler und die sattgrünen Bergrücken frei. Die Landschaft ist wunderschön, doch leider können wir die Ruhe der Natur nicht so genießen, wie wir es uns gewünscht hätten. Es sind einfach zu viele Menschen auf dem Weg unterwegs.
Drei Tunnel und ein matschiger Weg
Nach einiger Zeit erreichen wir den ersten Tunnel. Zwei weitere folgen. In den Tunneln ist es feucht, von der Decke tropft Wasser und der Boden ist stellenweise ziemlich matschig.


Hier ist Vorsicht angesagt! Wir achten auf jeden Schritt und schaffen es tatsächlich, alle drei Tunnel zu durchqueren, ohne im Matsch auszurutschen.
An einer Stelle führt der Weg über die schmale Mauer der Levada. Hier müssen wir ein wenig balancieren.
Nach diesen kleinen Herausforderungen setzen wir unsere Wanderung fort. Die Vorfreude auf unser Ziel wächst mit jedem Schritt.
Endlich am Wasserfall!
Dann ist es endlich so weit: Wir erreichen den Wasserfall!
Was für ein imposanter Anblick! Das Wasser stürzt in den darunterliegenden See und bildet eine beeindruckende Kulisse mitten in der grünen Berglandschaft. Nach dem teilweise recht trubeligen Weg ist dieser Ort ein echtes Highlight.


Im See tummeln sich einige Badenixen, die das kühle Wasser genießen. Ich habe Glück und entdecke einen Moment, in dem ich den Wasserfall ganz ohne Menschen fotografieren kann. Ein schönes Erinnerungsfoto, das ich mir nicht entgehen lasse!

Wir gönnen uns eine kurze Pause, lassen die besondere Atmosphäre auf uns wirken und genießen den Anblick des Wasserfalls.
Ein entspannter Rückweg
Nach unserer Pause machen wir uns wieder auf den Rückweg. Und siehe da: Inzwischen ist es deutlich ruhiger geworden. Wir begegnen wesentlich weniger Menschen und können die Natur endlich viel entspannter genießen.


Die moosbewachsenen Felsen, das plätschernde Wasser und die üppige Vegetation wirken jetzt noch einmal ganz anders. Es ist schön, die Landschaft in einem ruhigeren Tempo auf sich wirken zu lassen.


Am Ende der Wanderung kommen wir an einem kleinen Rasthaus vorbei. Dort ist allerdings ebenfalls einiges los. Deshalb entscheiden wir uns, weiterzugehen und unsere Füße auf dem letzten Wegabschnitt noch einmal abzukühlen.
Bis zum Parkplatz ist es nun nicht mehr weit. Zufrieden und mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck lassen wir einen ereignisreichen Wandertag ausklingen.
Unser Fazit
Die Wanderung zum Wasserfall begeistert uns mit einer üppig grünen Landschaft, moosbewachsenen Felswänden, kleinen Tunneln und natürlich dem beeindruckenden Wasserfall als Höhepunkt.



Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass auf beliebten Streckenabschnitten gerade zu den Hauptzeiten sehr viel los sein kann. Wer die Natur lieber in Ruhe genießt, hat möglicherweise am späteren Nachmittag oder zu einer weniger stark frequentierten Zeit mehr Freude an der Tour.
Unser Tipp: Achtet auf rutschige Stellen in den Tunneln, tragt festes Schuhwerk und informiert euch vorab über den richtigen Startpunkt sowie die erforderlichen Tickets.

21,2 km, 330 HM, 6 h mit Stops
Liebe Grüße und ganz viel Spirit beim Wandern und Entdecken! Sabine und Ralf.