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von Schmilka nach Bad Schandau

Heute lassen wir das Auto stehen und testen den öffentlichen Nahverkehr – mit der Gästekarte sogar kostenlos. Mal sehen, wie gut das in der Sächsischen Schweiz funktioniert.

Wir starten in Rathen. Unser Auto parken wir auf dem kostenpflichtigen Parkplatz, denn die Nacht verbringen wir im Hotel Rathener Hof. Der Zug fährt leider nur stündlich, also heißt es ein bisschen auf die Uhr schauen. Mit der S1 fahren wir bis Schmilka-Hirschmühle. Von dort geht es mit der Fähre über die Elbe nach Schmilka.

In Schmilka angekommen, heißt es erst einmal: bergauf! Durch den kleinen, idyllischen Ort wandern wir immer weiter nach oben.

Über weiche Sandwege geht es durch den Heringsgrund, bis wir schließlich vor der Leiteranlage der Heiligen Stiege stehen.

Und jetzt wird es richtig sportlich!

Über unzählige Stufen geht es an steilen Felswänden nach oben. Ein bisschen Kondition sollte man für diese Tour schon mitbringen. Die Heilige Stiege hat es durchaus in sich – aber schon während des Aufstiegs merken wir: Die Anstrengung lohnt sich.

Oben angekommen, werden wir mit fantastischen Ausblicken belohnt. Die bizarren Felsformationen der Sächsischen Schweiz zeigen sich von ihrer schönsten Seite. Hinter jeder Kurve wartet ein neuer Blick, und wir bleiben immer wieder stehen, um die beeindruckende Landschaft auf uns wirken zu lassen.

Der Weg bleibt spannend. Kleine Brücken, steile Abgründe und kurze Gratwege sorgen dafür, dass es garantiert nicht langweilig wird. Die Wege sind gut gesichert und gut begehbar – trotzdem sollte man schwindelfrei sein und an den ausgesetzten Stellen entsprechend vorsichtig unterwegs sein.

Dann erreichen wir die Schrammsteinaussicht. Hier ist einiges los. Kein Wunder, denn diesen Ausblick möchte sich natürlich niemand entgehen lassen. Wir genießen das beeindruckende Panorama und verstehen sofort, warum die Schrammsteine zu den bekanntesten Zielen der Sächsischen Schweiz gehören.

Doch Vorsicht: Auf den ungesicherten Felsplateaus besteht Absturzgefahr. Also lieber einmal mehr auf den Weg achten und nicht zu nah an die Kante gehen.

Die Aussicht an der Ludwig-Fuhrmann-Aussicht und auf die Schrammsteine ist einfach atemberaubend. Felsen, Wälder und immer wieder neue Perspektiven – hier könnte man eigentlich den ganzen Tag verbringen.

Aber wir müssen weiter. Also wieder ein Stück zurück bis zum Jägersteig. Der Wildschützensteig darf nur bergauf begangen werden. Blöd für uns – aber gut, dann geht es eben wieder zurück.

Vorbei an der Jungfer wandern wir durch das große Schrammtor weiter in Richtung Obrigensteig. Die hohen Felswände links und rechts von uns sind beeindruckend.

Im Lattengrund wird es angenehm kühl. Nach den anstrengenden Aufstiegen tut die schattige Strecke richtig gut.

Irgendwann heißt es dann leider: raus aus dem Wald und hinunter zur Elbe. Wir laufen an der Straße entlang und freuen uns schon auf die Fähre.

Nur – wo ist die Fähre?

In Postelwitz haben wir Glück. Hier gibt es tatsächlich eine Fähre und wir müssen gerade einmal zehn Minuten warten. Perfekt!

Über die Elbe geht es weiter zur S-Bahnstation. Die Beschilderung könnte allerdings besser sein – wie so oft auf unserer Tour. Zum Glück kommt die Bahn schon bald und bringt uns zurück nach Rathen.

Jetzt noch einmal mit der Fähre zum Hotel und dann heißt es: Wanderschuhe aus, Füße hoch und den Tag Revue passieren lassen.

9,5 km, 458 HM, 4,5 h mit Stops

Liebe Grüße und ganz viel Spirit beim Wandern und Entdecken! Sabine und Ralf.

https://out.ac/IisWST

Unser Fazit

Eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Wanderung mit spektakulären Ausblicken und beeindruckenden Felsformationen. Gute Kondition und Schwindelfreiheit sind erforderlich.

Für uns definitiv eines der Highlights der Sächsischen Schweiz – allerdings sollte man sich auf viele Wanderer einstellen

Hinweis: Die Wege sind stellenweise nur mäßig ausgeschildert. Für die Navigation habe ich die App Outdooractive genutzt, was die Orientierung deutlich erleichtert hat.

Hotel-Check: Übernachtet haben wir im Hotel Rathener Hof by Steiger. Das Zimmer hat uns gut gefallen. Der Wellnessbereich war leider zeitlich begrenzt und dadurch nur eingeschränkt nutzbar. Das Restaurant können wir nicht empfehlen.

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