
Der Parkplatz an der Talstation Unterstell ist kostenfrei. Mit der Gondel geht es für 11 Euro hinauf zur Bergstation. Schon während der Fahrt eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf das Vinschgau und die umliegenden Berge.
Oben angekommen machen wir uns zunächst auf den Weg zum Aussichtspunkt Knott. Der spektakuläre Aussichtssteg ist nichts für Menschen mit Höhenangst. Wer sich hinauswagt, wird mit einem atemberaubenden Blick weit über das Tal belohnt.


Anschließend folgen wir dem Naturpfad Nr. 24 bergauf. Die Bäume spenden angenehmen Schatten und machen den Anstieg auch an warmen Tagen gut erträglich.


Vorbei an einsam gelegenen Höfen führt der Weg stetig höher am Berghang entlang. Auf einem Abschnitt wird der Pfad gerade instand gesetzt, dennoch kommen wir gut voran.


Schon bald erreichen wir die erste Hängebrücke. Vorsichtig setzen wir Schritt für Schritt über die schwingende Konstruktion. Tief unter uns fällt der Hang steil ins Tal ab – ein beeindruckender Anblick, der für einen kleinen Adrenalinschub sorgt.







Kurz darauf beginnt der bekannteste Abschnitt der Tour: die 1000 Stufen. Der Weg schlängelt sich durch eine beeindruckende Landschaft. Steile Felswände wechseln sich mit dichten Waldabschnitten ab, während kleine Gebirgsbäche plätschernd ihren Weg ins Tal suchen. Die Stufen sind teilweise mit Seilen gesichert und fügen sich erstaunlich harmonisch in die Natur ein.



Eine zweite Hängebrücke wartet bereits auf uns. Auch hier schweift der Blick weit über die Bergwelt und tief hinunter ins Tal. Plötzlich raschelt es im Gebüsch. Wir bleiben stehen und spähen zwischen die Bäume. Tatsächlich – einige Gämsen! Für einen kurzen Moment können wir die scheuen Tiere beobachten, bevor sie lautlos im Wald verschwinden.




Der Pfad führt weiter über blühende Bergwiesen, bis wir schließlich auf den Weg Nr. 29 treffen, der zurück ins Tal führt. Langsam macht sich die Anstrengung bemerkbar und eine Rast wäre jetzt genau das Richtige.


Wir erreichen den Hochforchhof und hoffen auf eine Einkehr. Leider wird dort inzwischen keine Bewirtung mehr angeboten.

Also setzen wir unseren Weg fort und beginnen den langen Abstieg. Der wenig begangene Pfad befindet sich stellenweise nicht mehr im besten Zustand. In unzähligen Serpentinen verlieren wir langsam an Höhe.



Begleitet werden wir vom Bimmeln der Ziegenglocken, das durch die stille Berglandschaft hallt. Ansonsten sind wir nahezu allein unterwegs.


Unterwegs passieren wir ein verlassenes Haus. Die Fenster sind leer, die Mauern verwittert. Unwillkürlich fragt man sich, wer hier einst gelebt haben mag.




Endlich erreichen wir eine schmale Teerstraße. Nach den vielen Höhenmetern tut das ebene Stück gut, bevor uns ein weiterer Naturpfad endgültig zurück ins Tal führt. Als wir die letzten Meter hinter uns gebracht haben, ist die Freude groß.

Bevor wir zum Ausgangspunkt zurückkehren, gönnen wir uns im Restaurant Falkenstein eine wohlverdiente Rast. Bei einem Getränk und einer kleinen Stärkung lassen wir die Eindrücke des Tages noch einmal auf uns wirken.


Anschließend schlendern wir durch Naturns und genießen den reizvollen Mix aus historischer Bausubstanz und moderner Architektur, bevor wir schließlich wieder unseren Startpunkt erreichen.


Eine abwechslungsreiche Wanderung mit spektakulären Ausblicken, luftigen Hängebrücken und den berühmten 1000 Stufen – ein echtes Highlight im Vinschgau.

13,5 km, 578 Hm ↑, 1334 Hm ↓, 6,5 Std mit Pausen.
Liebe Grüße und ganz viel Spirit beim Wandern und Entdecken! Sabine und Ralf.