spiritofwandern.de

Wanderung zum Pico Ruivo RP1.2 – Madeira

Ein früher Start mit Hindernissen

Voller Vorfreude fahren wir um 9 Uhr zum Parkplatz unserer Wanderung auf den Pico Ruivo, den höchsten Berg Madeiras. Doch schon bei unserer Ankunft folgt die erste Ernüchterung: Der Parkplatz ist bereits komplett belegt.

Also fahren wir ein Stück zurück und finden schließlich am Wegesrand einen Parkplatz. Von dort müssen wir zunächst bergauf zum Eingang der Wanderung laufen.

Am Start wird unser Permit kontrolliert. Die Wanderwege auf Madeira sollte man vorab über das Portal des IFCN beziehungsweise SIMplifica buchen. Gerade für beliebte Touren empfiehlt es sich, die Reservierung möglichst frühzeitig vorzunehmen.

Wir sind übrigens fast 20 Minuten später als geplant und haben zunächst Glück: Als wir loslaufen, sind kaum andere Wanderer zu sehen. Doch diese Ruhe hält nicht lange an.

Wandern im Menschenstrom

Schon nach kurzer Zeit befinden wir uns mitten in einer großen Gruppe von Wanderern. Auf der Strecke ist unglaublich viel los. Ich würde am liebsten wieder umdrehen, denn ich genieße die Natur lieber in Ruhe und ohne großes Gedränge.

Ralf möchte die Wanderung aber gerne fortsetzen. Also nehmen wir den Trubel in Kauf und steigen gemeinsam weiter bergauf.

Die Landschaft ist wunderschön, doch bei so vielen Menschen fällt es mir schwer, die Wanderung wirklich zu genießen. Immer wieder sind andere Wanderer vor oder hinter uns unterwegs. Von der erhofften Ruhe in den Bergen ist an diesem Tag leider wenig zu spüren.

Eine enttäuschende Pause an der Berghütte

Als wir schließlich die Hütte erreichen, erwartet uns die nächste Überraschung: Alle Sitzplätze sind belegt und die Toilette ist geschlossen.

Bei der großen Zahl an Wanderern kann man sich vorstellen, welche Probleme das mit sich bringt. Fehlende beziehungsweise nicht verfügbare Toiletten sind auf einer so stark frequentierten Wanderroute ein echtes Problem.

Gerade bei einer Tour, auf der täglich zahlreiche Menschen unterwegs sind, wäre eine funktionierende Toilettenanlage besonders wichtig.

Wir setzen unsere Wanderung fort und konzentrieren uns wieder auf das, weswegen wir eigentlich hier sind: die faszinierende Bergwelt Madeiras.

Atemberaubende Ausblicke auf Madeira

An verschiedenen Aussichtspunkten eröffnet sich uns eine beeindruckende Landschaft. Tiefe Täler, sattgrüne Wälder und schroffe Felsformationen prägen das Bild. In der Ferne schimmert das blaue Meer.

Je weiter wir aufsteigen, desto eindrucksvoller wird die Aussicht. Die raue Bergwelt Madeiras zeigt sich von ihrer schönsten Seite und lässt uns für einen Moment den Trubel auf dem Wanderweg vergessen.

Schließlich erreichen wir den Gipfel des Pico Ruivo. Mit rund 1.862 Metern ist er der höchste Berg Madeiras. Von hier oben genießen wir einen weiten Rundumblick über die Insel. Die Gipfel, Täler und Berghänge liegen vor uns, und es ist faszinierend, diese abwechslungsreiche Landschaft aus der Höhe zu betrachten.

Trotz des großen Andrangs ist dieser Ausblick ein echtes Highlight unserer Wanderung.

Auf dem Rückweg entdecken wir kleine Schönheiten

Für den Rückweg nehmen wir dieselbe Strecke wie für den Aufstieg. Unterwegs entdecken wir niedliche kleine Vögel am Wegesrand. Wir bleiben stehen und beobachten ihr Verhalten. Diese kleinen Begegnungen sind eine schöne Abwechslung und erinnern uns daran, dass es beim Wandern nicht immer nur um den Gipfel geht.

Manchmal sind es gerade die unscheinbaren Momente am Wegesrand, die eine Tour besonders machen.

Schließlich erreichen wir wieder unser Auto und können auf eine abwechslungsreiche Wanderung zurückblicken.

Unser Fazit zur Wanderung auf den Pico Ruivo

Der Pico Ruivo ist mit seiner beeindruckenden Berglandschaft und den fantastischen Ausblicken definitiv ein lohnendes Wanderziel auf Madeira. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass auf der Strecke sehr viel los sein kann.

Mein Tipp: Wer den Pico Ruivo möglichst ruhig erleben möchte, sollte sich vorab über die Zugangsmöglichkeiten informieren und, sofern möglich, eine weniger stark frequentierte Zeit wählen. Auch die Verfügbarkeit der Toiletten und die aktuelle Situation auf den Wanderwegen sollte man vor dem Start prüfen.

Noch ein wichtiger Hinweis zu unserer ursprünglichen Planung: Die Verbindung vom Pico do Areeiro zum Pico Ruivo konnten wir nicht wandern, weil wir dafür kein Permit bekommen hatten. Informiert euch deshalb unbedingt vorab über die aktuell freigegebenen Streckenabschnitte und die erforderlichen Reservierungen.

Trotz des Trubels nehmen wir viele schöne Eindrücke von Madeiras faszinierender Bergwelt mit nach Hause.

6,4 km, 340 HM, 2,5 h mit Stops

Liebe Grüße und ganz viel Spirit beim Wandern und Entdecken! Sabine und Ralf.

https://out.ac/IkkyIH

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2026 spiritofwandern.de

Thema von Anders Norén