Schiltach ist unser erster Stopp. Die Altstadt mit ihren wunderschön renovierten Fachwerkhäusern ist auf jeden Fall einen Besuch wert.




Im kleinen Heimatmuseum bekommen wir einen interessanten Eindruck davon, wie das Leben im Schwarzwald vor etwa hundert Jahren aussah.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Waldwirtschaft und der Flößerei.
Eine schmale, kurvenreiche Straße führt uns anschließend zum Startpunkt der Zip-Line Hirschgrund. Wir parken auf den vorgesehenen Plätzen und laufen das kurze Stück bis zum Startpunkt. Nach dem Einchecken werden wir mit den Sitzgurt vertraut gemacht. Jeder bekommt einen Helm und die wichtigsten Sicherheitsregeln werden erklärt.


Ich melde mich freiwillig als Letzte zu fahren. Dafür bekomme ich ein Walkie-Talkie, damit ich mit unserem Guide Patrick in Verbindung bleiben kann. Wir sind insgesamt zehn Gäste – eine bunt gemischte und ausgesprochen muntere Gruppe.


Gemeinsam wandern wir bergauf zur ersten Zip-Line. Sie ist 39 Meter lang und 9 Meter über Grund. Die Strecke ist relativ kurz und dient vor allem zum Üben. Noch etwas unsicher stehen wir am Start, bekommen die letzten Anweisungen und schon geht es los. Einer nach dem anderen saust über die Strecke. Alle kommen sicher auf der anderen Seite an.


Auch ich habe nach anfänglichen Schwierigkeiten den Umgang mit dem Sprechfunkgerät langsam im Griff. Also weiter zur nächsten Bahn: der Ruxenlochbahn. Sie ist 630 Meter lang und 58 Meter über Grund.


Patrick, unser Guide, fliegt als Erster los, um uns auf der anderen Seite in Empfang zu nehmen und abzubremsen. Ich bin wieder die Letzte. Ein bisschen unheimlich ist es schon, als ich mich vom Startpunkt abstoße. Doch schon nach wenigen Sekunden überwiegt die Begeisterung. Hoch über den Bäumen zu schweben und durch den Schwarzwald zu gleiten, ist einfach wunderschön.
Danach wandern wir weiter bergauf zur längsten Zip-Line der Anlage: der Hirschgrundbahn. Mit 750 Metern Länge und 82 Metern über Grund ist sie wirklich beeindruckend. Mit bloßem Auge ist das Ende der Bahn kaum zu erkennen.
Einer nach dem anderen wagt sich über die beiden Täler. Mittlerweile sind wir deutlich entspannter und können jede Sekunde des Fluges genießen. Das anfängliche Kribbeln im Bauch ist einer großen Portion Begeisterung gewichen.

Ein schmaler Naturpfad führt uns anschließend zur nächsten Bahn, der Gründelbahn. Sie ist 570 Meter lang und 78 Meter über Grund. Außerdem ist sie die schnellste Bahn der Strecke.

Schnelligkeit ist allerdings nicht unbedingt das Wichtigste für mich. Ich möchte lieber die Aussicht genießen und den Flug bewusst erleben. Trotzdem ist auch diese Fahrt ein tolles Erlebnis.

Nur noch ein kurzer Weg trennt uns von unserem letzten Flug: der Mühlelochbahn mit 220 Metern Länge und 42 Metern über Grund. Noch einmal geht es über die Baumwipfel – und viel zu schnell ist auch dieser letzte Flug vorbei.

Mit einem breiten Lächeln im Gesicht laufen wir anschließend zurück zum Ausgangspunkt. Helme und Gurte werden abgegeben und bei einem Getränk oder Eis lassen wir das Erlebte noch einmal Revue passieren.
Es war ein wirklich tolles Erlebnis – eine Mischung aus ein bisschen Nervenkitzel, wunderschöner Schwarzwaldlandschaft und ganz viel Spaß in einer tollen Gruppe.

Auf der Heimfahrt machen wir noch Halt an der Aichhalder-Mühle und lassen den erlebnisreichen Tag beim Abendessen gemütlich ausklingen.
Ein Tag, den wir sicher nicht so schnell vergessen werden!

Liebe Grüße und ganz viel Spirit beim Wandern und Entdecken! Sabine und Ralf.