Auf leisen Sohlen durchs Revier des Wolfs
An diesem Freitagmorgen liegt der Parkplatz still und verlassen da – fast ein wenig unheimlich.

Ein Schild am Wegrand macht uns aufmerksam: Hier lebt ein Wolf. Schlagartig sind wir hellwach. Unsere Stimmen werden leiser, unsere Schritte bedachter. Vielleicht – mit etwas Glück – zeigt sich das scheue Tier.



Der Pfad schlängelt sich oberhalb der imposanten Talsperre entlang, begleitet vom leisen Plätschern des Wassers tief unter uns. Bald erreichen wir den Zufluss des Schwarzenbachs.



Kurz müssen wir die Straße queren, bevor wir wieder in die Ruhe des Waldes eintauchen.

Am Abzweig zum Friedwald legen wir eine Pause ein – mitten im Grünen, mit dem Duft von feuchtem Moos und harzigem Holz in der Nase.



Danach geht es weiter, zurück in Richtung Talsperre. Der Weg führt uns mal direkt am Ufer entlang, mal über kleine Zuflüsse, bei denen wir kreativ werden müssen: Ralf ist mutig, balanciert über glitschige Steine ans andere Ufer – und entdeckt dabei etwas im matschigen Boden. Ein Abdruck. Groß, rundlich. War das… ein Wolf? Oder doch nur ein großer Hund?
Der Gedanke bleibt spannend, doch die Magie der Wildnis wird jäh gestört – von den kräftigen Tönen eines Albhornbläsers, der offenbar ebenfalls die Natur genießen will. Unsere Idylle bekommt einen leicht schrägen Soundtrack, aber wir nehmen es mit Humor.






Kurz vor der mächtigen Staumauer halten uns Infotafeln auf: Hier erfahren wir mehr über die Geschichte dieses beeindruckenden Bauwerks, das sich wie ein stummer Wächter in die Landschaft schmiegt.


Wir überqueren die Mauer – und stoßen auf ein Relikt aus der Vergangenheit: das ehemalige Hotel Schwarzenbach. Einst ein Ort voller Leben, ist es heute ein Lost Place, geheimnisvoll und vom Verfall gezeichnet.
Eine Wanderung mit allem, was das Entdeckerherz höherschlagen lässt: Natur pur, ein Hauch Abenteuer – und vielleicht einem Wolf ganz in der Nähe.
8,4 km, 145 HM, 2,5 h mit Stops
Liebe Grüße und ganz viel Spirit beim Wandern und Entdecken! Sabine und Ralf.

Liebe Wanderer:innen,
bitte nehmt euren Müll mit.
Ein Taschentuch braucht bis zu 5 Jahre zum Verrotten. Danke!
