Wir Parken auf dem Friedhofsparkplatz und wandern durch den Ort zum Startpunkt des Wanderwegs, gekennzeichnet mit blauem Dreick. Der Pfad führt durch den lichten Winterwald nach oben zu den drei geteilten Burgen. Der Weg zur Burg ist gesperrt.








Da es in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 2015 zu einem Felssturz bei den Wielandsteinen kam. Dabei lösten sich auf der Nordseite des höchsten Felszahns, Gesteinsmassen und stürzten in Richtung des oberen Tobeltals ab. Auch der Gipfel des höchsten Wielandsteins samt Gipfelkreuz stürzte ab. Es wurde niemand verletzt. Die Wielandsteine waren ein beliebtes Klettergebiet.



Das Besondere an den Wielandsteinen besteht darin, dass es sich hier um freistehende Felsgipfelchen handelt. Die Steine sind auch als Geotop ausgewiesen. Sie bestehen aus Weißjura Delta-Gestein.



Schade daß man nicht mehr erkunden kann aber safety first. Wir genießen die Atmosphäre und wandern weiter zur Albhochfläche.



Über Wiesen und durch den Wald suchen wir uns den Weg. Mit Handy-Navigation geht es gut. Im Unterholz nimmt ein Hase reis aus.





Mitten im Wald, ein Grab aus dem Jahr 1936.


An den Tobelfelsen wird heute nicht geklettert. Es geht bergab durchs Tobeltal. Der Winterwald erlaubt uns immer wieder einen Blick zu den Wielandsteinen.





Durchs Wohngebiet geht es wieder zurück. 7,5 km 370 Hm, ca. 4 Std. mit Fotostops
Liebe Grüße und ganz viel Spirit beim Wandern und Entdecken! Sabine und Ralf

Wielandburgen:
Die ersten Burgen der Gruppe, der Alt-Wielandstein und der Hintere Wielandstein, wurden um 1150 erbaut, und seit 1240 werden die Herren von Wielandstein, erwähnt, die um 1330 die Burg aufgaben. Reste einer wahrscheinlich großen Burgmauer sind erhalten, aber keine Reste von Gebäuden. Die Felsspitze des Hinteren Wielandsteins zeigt Mauerreste, für die ein kleiner Turm angenommen wird. Um 1250 wird der Hintere Wielandstein umgebaut, zeitgleich entstehen der Mittlere und der Vordere Wielandstein. Alt-Wielandstein wurde aufgegeben und seine Steine wohl für den Bau des Vorderen Wielandsteins abgebrochen. Mittlerer und Vorderer Wielandstein wurden um Felsgruppen herumgebaut. Der Mittlere Wielandstein wird aufgrund der Mauerreste als ein Turm angenommen. Am Rest des Vorderen Wielandsteins findet sich noch eine bis zu 3,8 Meter starke Schildmauer, in Teilen erhalten. Der Hintere Wielandstein bestand vor dem Umbau von 1250 aus zwei in der Summe etwa 50 Meter langen und auch schmalen Fachwerkbauten. Der Umbau führte zur Erweiterung der Grundfläche und des Ausbaus eines Kellers; ein weiterer Graben wurde eingefügt. Damit wurde der Hintere Wielandstein geteilt und der Zwischen-Wielandstein eigenständig. Von alledem ist heute nicht viel zu sehen.
sabine und finn 23. Februar 2023
wow die Wielandsteine sehen sehr imposant aus und am Albtrauf ist es immer wieder toll zu laufen. Superschöne Bilder